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TitleGeschichte im Fussballstadion: Die Bad Blue Boys von Dinamo Zagreb. Symbolik, Erinnerung und Nationalismus von den 1980er Jahren bis in die heutige Zeit
AuthorFreiermuth, Nadine
AbstractAm 4. September 2005 wurde ich in Sarajevo zusammen mit Freundinnen Zeugin eines Freundschaftsspiels zwischen Dinamo Zagreb und Željezničar Sarajevo. Dies war die erste Begegnung der beiden Mannschaften seit 1990 und seit dem Krieg. Was ein Freundschaftsspiel hätte werden sollen, mündete in gegenseitige Beschimpfungen seitens der Fan-Gruppen: Die Sarajevoer Maniacs skandierten «Töte die Ustaše!» - die Ustaše, eine nationalistische Bewegung in Kroatien, waren die Träger des von NS-Deutschland protegierten kroatischen Staates während des Zweiten Weltkrieges, die Bad Blue Boys aus Zagreb riefen dagegen: «Turci! Turci!» - die muslimischen Bosnier galten als Verbündete des Osmanischen Reiches. Diese instrumentalisierten historischen Vorwürfe entfalteten eine ungeheure Sprengkraft und endeten in gewalttätigen Auseinandersetzungen, die man vom Stadion aus in die Stadt trug. Dieses Erlebnis und weitere Besuche von Spielen des Zagreber Clubs bildeten für mich die Motivation, mich im Rahmen meiner Lizentiatsarbeit genauer mit der Geschichte von Dinamo und insbesondere der Bad Blue Boys zu beschäftigen, zumal das Fussballspiel zwischen Dinamo Zagreb und Crvena Zvezda Belgrad am 13. Mai 1990 eine wichtige Rolle für den Ausbruch des bewaffneten Konfliktes zwischen Kroatien und Serbien gespielt hatte und auch dabei den Bad Blue Boys (im Folgenden BBB) eine initiative Funktion zugeschrieben werden kann.Es wird die Frage nach dem Geschichtsbild der BBB gestellt und dieselben als historischer Akteur verstanden, aus dessen Perspektive versucht werden soll - in ständiger Abgleichung mit kritischen, geschichtswissenschaftlichen Arbeiten -, die jüngere Geschichte Kroatiens zu untersuchen. Die Fans werden dabei nicht als blosses instrumentalisiertes Werkzeug politischer Gruppen gesehen, sondern als eine Gemeinschaft, die imstande ist, sich gegen Vereinnahmung von Politik und Machtinteressen zu wehren, aktiven Widerstand zu leisten und auf diese Weise auf Entwicklungen Einfluss zu nehmen. Den BBB wird somit eine konstitutive Rolle in der nationalen Identitätsfindung zugeschrieben. Meine Untersuchungen stützte ich insbesondere auf das Buch des kroatischen Journalisten Hrvoje Prnjak von 1997, auf zahlreiche verstreute Materialien (Internet, Zeitungen, Zeitschriften, Fanmagazine, Fotos, Filme und Fanlieder) sowie auf ein am 26. Juli 2009 geführtes Interview mit Denis F., einem Mitglied der BBB. Im ersten Kapitel wird die Gründungszeit der BBB im historischen Kontext vorgestellt. Ein Anfangspunkt der Entwicklung bildet dabei der «Kroatische Frühling», eine Bewegung zwischen 1967 und 1971, die innerhalb der jugoslawischen Föderation mehr Freiraum für kulturelle, politische und wirtschaftliche Bereiche forderte. Aus diesen Forderungen entstand bald eine Massenbewegung, die auch nationalistische Züge trug, wenngleich es Tito gelang, diese Kräfte zu kanalisieren. Unter der Oberfläche schwelten die Auseinandersetzungen aber weiter.Im kroatischen Fussball schlug sich der «Kroatische Frühling» unmittelbar nieder. Hier tauchte die 1848 eingeführte Šahovnica («Schachbrett») erstmals wieder auf. Dieses traditionsreiche Wappen symbolisierte die kroatische Nation, war aber als offizielles Wappen der faschistischen Ustaša-Bewegung erheblich belastet. Seit 1971 trug die Mannschaft von Dinamo Zagreb die Šahovnica statt des roten Sterns auf ihrem Dress. Der Verein wurde zu einem Ort des Widerstandes gegen das kommunistische System Jugoslawiens, wie sich auch an Liedern und anderen Symbolen zeigen lässt. Seit Ende der 1980er Jahre radikalisierten sich die nationalen Selbständigkeitsbestrebungen, lösten sich Vorstellungen, den Sozialismus zu reformieren, auf, und nahmen schliesslich einen Krieg in Kauf, um die nationale Unabhängigkeit zu erreichen. Dies war die Zeit des Aufstiegs von Franjo Tuđman zum Präsidenten Kroatiens. Ursprünglich hatte er in der antifaschistischen Partisanenbewegung gekämpft und dann hohe Funktionen im kommunistischen Regime besetzt. Nach der Zerschlagung des «Kroatischen Frühlings», an dem sich Tuđman beteiligt hatte, wandelte er sich mehr und mehr zum Dissidenten. Parallel kam in Serbien der Nationalist Slobodan Milošević an die Macht, der ebenfalls zuvor ein hoher kommunistischer Funktionär gewesen war. Während dieses Aufblühens nationalistischer Tendenzen bildete sich die Fan-Gruppe der BBB heraus. Ihre Formierung ist Thema des zweiten Kapitels, das einen Rückblick auf die Geschichte des Fussballclubs Dinamo Zagreb bietet. Der Zagreber Club trug - anders als Hajduk Split, der auf Seiten des kommunistischen Widerstands gegen die NS-Herrschaft getreten war - Elemente des autonomen Kroatentums in die kommunistische Ära weiter. Eine aktive Fan-Szene lässt sich schon früh beobachten, bis sich in den 1980er Jahren schliesslich eine «prva ekipa» («erste Equipe») formierte, welche die Choreographie des Fan-Auftritts übernahm. Von Aussenstehenden wurden sie abschätzig «Purgeri» («Bürger») genannt - eine Bezeichnung, die die Fans jedoch selbstbewusst aufgriffen und die inzwischen für «alteingesessene» Zagreber steht. Durch Subgruppen dieser Fans wurde die Kanalisierung jugendlicher Aktivitäten im kommunistischen Jugoslawien zunehmend unterlaufen. Diese 'fangeschichtlichen’ Entwicklungen sind - trotz des Zusammenhangs mit der nationalistischen Welle - nicht auf Jugoslawien zu beschränken. In ganz Europa sind ähnliche Vorgänge festzustellen. Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss übten die blutigen Ausschreitungen zwischen den Fans von FC Liverpool und Juventus Turin am 29. Mai 1985 im Heysel-Stadion aus, die - nachdem eine Mauer zusammengebrochen war - 39 Tote und 400 Verletzte zur Folge hatten. 1986 gründeten sich dann die BBB offiziell. Ihren Namen wählten sie vermutlich in Anlehnung an den Film «Bad Boys» von 1983 und im Blick auf die englische Fussballkultur mit ihren Hooligans. Damit begingen sie ebenso eine bewusste Regelverletzung wie auch mit englischsprachigen Transparenten, denn es war an sich verboten, öffentliche Einrichtungen mit englischen Bezeichnungen zu versehen. Die Polizei, überwiegend aus Serben rekrutiert, ging mit aller Härte gegen die BBB vor und förderte damit deren Zusammenhalt, Radikalisierung und rebellische Haltung. Immer wieder fanden Schlägereien statt, brennende Fackeln wurden in das Stadion geworfen, und mit der Šahovnica provozierten die Fans das Regime in besonderer Weise. National motivierte Ausschreitungen wurden zum Ritual. Mit der Nationalisierung trieben die BBB eine Tendenz in der kroatischen Gesellschaft voran und waren keineswegs nur Instrument einiger Politiker oder Dissidenten. In einem System, in dem jeglicher nicht-jugoslawischer Nationalstolz jahrelang unterbunden worden war, konnte man sich nun auf der Tribüne lautstark zum Kroatentum bekennen. Die BBB wurden geradezu zu der Jugendbewegung schlechthin in Zagreb. Ähnliche Entwicklungen fanden auch in Serbien statt, und bald bedienten sich beide Seiten historischer Konstrukte, um die gegenseitige Feindschaft auszudrücken, insbesondere die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und die NS-Zeit. Die BBB übernahmen Symbole der Ustaša, serbische Fan-Clubs solche der Četnici. Die Distanzierung von einer gesamtjugoslawischen Identität war deutlich. Die Geschichte der BBB steht als Beispiel dafür, dass die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, die tabuisiert worden war, bei vielen Menschen die Abkehr von einer Zugehörigkeit zum jugoslawischen Staat ausdrückte. Das dritte Kapitel geht genauer auf die Ausschreitungen vom 13. Mai 1990 ein, bei denen 59 Fans und 79 Polizisten verletzt wurden. 2005 haben die BBB die Live-Übertragung und nachfolgende Fernsehberichte auf einer DVD zusammengefasst, weil sie dieses Ereignis als Meilenstein ihrer eigenen Geschichte betrachten. Die gewalttätigen Zusammenstösse waren so heftig, dass das Spiel zwischen Dinamo Zagreb und Crvena Zvezda Belgrad gar nicht stattfinden konnte. Das Kapitel befasst sich mit dem Ablauf der Ereignisse, wie er infolge einer Filmanalyse rekonstruiert werden kann: Mit der Eskalation nationalistischer Verhaltensweisen, dem «Kampf» der BBB nicht nur gegen die serbischen Fans, sondern auch gegen die Polizei und damit gegen die jugoslawische Staatsmacht, mit der Rolle des Kommentators der Fernsehberichte und der «Heldentat» des Zagreber Mannschaftskapitäns Zvonimir Boban, der einen kroatischen Fan vor der Polizei schützte. In der Öffentlichkeit wurde dieser Tag durchaus als Zäsur empfunden: die Staatsmacht besass keine Autorität mehr, die Föderation zerfiel.Die Geschichte der BBB stand in engem Zusammenhang mit der Entwicklung der Hrvatska demokratska zajednica (Kroatische Demokratische Gemeinschaft, HDZ) unter der Führung Franjo Tuđmans, die zunächst die Autonomie Kroatiens, dann die Abspaltung von Serbien forderte. Das schlug sich auch in entsprechenden Losungen auf der Fussballtribüne und in Transparenten nieder. Immer wieder gab es dabei symbolische Bezüge zum Zweiten Weltkrieg und zur Ustaša-Bewegung. Für die meisten Fans war es dann 1991 selbstverständlich, für die Verteidigung und Unabhängigkeit Kroatiens in den Krieg zu ziehen. An ihren Uniformen trugen sie das Dinamo-Abzeichen. Ähnlich organisierten sich die Fans von Crvena Zvezda in Arkans «Freiwilligengarde», die durch zahlreiche Kriegsverbrechen bekannt wurde.1994 erhielten die im Krieg gefallenen BBB hinter der Westtribüne des Stadions ein Denkmal, mit dem zugleich der Zusammenhang zwischen dem 13. Mai 1990 und dem Krieg hergestellt wurde. Zu dieser Zeit hatte jedoch eine Distanzierung vom Tuđman-Regime stattgefunden, und die BBB versuchten mit diesem Denkmal, sich einen Ort der Erinnerung für ihre eigene heroisierte Geschichte zu schaffen. Hatten sie sich zeitweise von Tuđman instrumentalisieren lassen, gaben sie ihrem Handeln nun einen eigenständigen Sinn. Der Bruch mit Tuđman bezog sich erneut auf den Fussball: 1991 hatte dieser den Namen «Dinamo» abgeschafft, um die Abwendung von der kommunistischen Zeit und die Anknüpfung an das frühe Kroatien deutlich zu machen. Obwohl der Fussballclub 1993 mit dem neuen Namen «Croatia» eine Aufwertung erfuhr, akzeptierten die Fans die Änderung nicht. Sie erkannten, dass es Tuđman in erster Linie um seine eigene Popularität ging und er sie deshalb immer stärker instrumentalisieren wollte. Als sie die Rückgabe des alten Namens forderten, wurden sie als «Zerstörer Kroatiens», als «Kommunisten», «Spione» oder «Freimaurer» denunziert und von der Polizei verfolgt. Sie fühlten sich verraten, und sie begannen erneut, für ihr Symbol zu kämpfen. Teilweise wurden Spiele boykottiert, vor allem aber skandierten die Fans jetzt «Dinamo!» und brachten entsprechende, vom Staat verbotene Transparente mit. Immer mehr Menschen empfanden das Verhalten Tuđmans als undemokratisch und der Fanclub wurde erneut zu einem Symbol politischer Entwicklungen. Die politische Opposition gegen Tuđman und die HDZ versprach die Wiederherstellung des alten Namens. Die BBB lösten sich offiziell von der HDZ und erklärten, dass sie sich nicht mehr manipulieren lassen und keiner politischen Partei mehr beistehen würden. Mit Liedern, Graffiti, Transparenten, Petitionen und anderen medialen Formen machten sie auf ihr Anliegen aufmerksam. Als am 21. November 1996 eine grosse Demonstration gegen Einschränkungen der Meinungsfreiheit stattfand, die an sich nichts mit dem Namenswechsel zu tun hatte, sangen die Menschen die alte Dinamo-Hymne zum Zeichen des Protests. Kurz nach Tuđmans Tod Ende 1999 wurde dem Verein dann am 14. Februar 2000 der alte Name schliesslich wiedergegeben. Noch einmal gab es dabei Auseinandersetzungen mit der Polizei, so dass das Ereignis als «Krvavo Valentinovo» («Blutiger Valentinstag») in die Geschichte einging. Auch in den folgenden Jahren lässt sich ein Zusammenhang der BBB mit der Erinnerungskultur feststellen. Immer wieder wurde in der Folge der Krieg thematisiert, der für die BBB entscheidender Bezugspunkt geworden war. Eine 2009 erschienene DVD dokumentiert die entsprechenden Aktionen auf der Fantribüne. An dieser Stelle wird in der Arbeit zunächst die Geschichtspolitik in Jugoslawien und in Kroatien skizziert, Tabus, Umdeutungen und Indienstnahmen der Vergangenheit werden zur Sprache gebracht.Nach Tuđmans Tod setzte eine allmähliche Öffnung des Geschichtsbildes ein, kontroverse Stellungnahmen wurden möglich, und selbst die HDZ verurteilte nun - vielleicht auch nur oberflächlich wegen des angestrebten EU-Beitritts - die faschistische Vergangenheit Kroatiens. Unter den BBB hatte sich allerdings die in den 1980er und 1990er Jahren propagierte Sichtweise fortgesetzt, der faschistisch-kroatische Staat während des Zweiten Weltkrieges sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Unabhängigkeit Kroatiens gewesen. Auf der DVD sind häufig Symbole der Ustaša oder rechtsextremer Bewegungen zu sehen, die mit Erinnerungen an den Krieg seit 1991 in Beziehung gesetzt werden. Die Arbeit analysiert diese Erinnerungen am Beispiel Vukovars, jener kroatischen Stadt, die 1991 von Truppen der serbischen Armee dem Erdboden gleichgemacht worden war. Hier starben die meisten BBB, die am Krieg teilgenommen hatten. Nicht zuletzt wurden die furchtbaren Gemetzel von den Einheiten Arkans begangen. Vukovar wurde Teil des kroatischen Opfermythos, obwohl auch zahlreiche serbische Einwohner der Stadt bei den Massakern ums Leben gekommen waren und Tuđman eine erhebliche Mitverantwortung für den Fall der Stadt trug. Er hatte die Eroberung Vukovars in Kauf genommen, um dem Ausland «das grausame Martyrium der Kroaten» vor Augen zu führen und es damit zur Unterstützung zu veranlassen.Ein zweites Beispiel ist die Erinnerung an «Oluja», die Grossoffensive des kroatischen Militärs im August 1995, die die Rückeroberung der Krajina und den Sieg gegen Serbien brachte. Diese Offensive war von vielen Kriegsverbrechen gegen Serben begleitet. Als der verantwortliche Befehlshaber Ante Gotovina 2005 verhaftet und vor das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag gestellt wurde, solidarisierten sich zahlreiche Kroaten mit ihm. Auch Dinamo Zagreb veranstaltete damals ein Solidaritätsspiel, bei dem eine Verbindung zwischen der Oluja und den Aktionen der BBB vom 13. Mai 1990 gezogen wurde.Die BBB blieben bei ihrem Geschichtsbild, wie es sich in den 1980er und 1990er herausgebildet hatte. In der emotional aufgeheizten Atmosphäre im Fussballstadion sind Feindbilder und Schwarz-Weiss-Malereien wirkungsmächtig, es gedeihen Inszenierungen, die an eigenen Erinnerungen anknüpfen und symbolisch eindeutig sind. Für kritische Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit war und ist im Stadion kein Platz. Dazu trug auch bei, dass sich die BBB in ihrem Geschichtsbild als Menschen verstanden (und noch immer verstehen), die gegen den Strom schwimmen - gegen die Politik, gegen die Polizei, gegen die Gesellschaft, wenn es sein muss. Bei den BBB hat sich ein Geschichtsbewusstsein entwickelt, das Identität stiftet und zugleich provoziert. Es kann instrumentalisiert werden, sich aber auch eigensinnig Instrumentalisierungen widersetzen. Infolge der Auseinandersetzungen hat es sich dermassen in den Köpfen zementiert, dass es sich nicht einfach aufweichen lässt. Am Beispiel der «Bad Blue Boys» konnte die Geschichte Kroatiens in den letzten Jahrzehnten nachgezeichnet werden, wobei in diesem Themengebiet noch weitere Aspekte zu entdecken wären; so zum Beispiel ein Vergleich mit den Belgrader Fans oder eine Untersuchung der Folgen der Kriegsteilnahme in einer Oral-History-Studie. Eine Analyse der «Exil Boys», der 2004 gegründeten Vereinigung der nach Deutschland und der Schweiz ausgewanderten Fans, würde das Forschungsfeld hin zur Tradierung der Erinnerung und zu westlichen «Balkanbildern» erweitern.
ContributorHaumann, Heiko
Date2010
TypeThesis; NonPeerReviewed
Relation
Rightsinfo:eu-repo/semantics/closedAccess
Identifier Freiermuth, Nadine. Geschichte im Fussballstadion: Die Bad Blue Boys von Dinamo Zagreb. Symbolik, Erinnerung und Nationalismus von den 1980er Jahren bis in die heutige Zeit. 2010, Master Thesis, University of Basel, Faculty of Humanities and Social Sciences.